8. Herzberger Teleskoptreffen 14.9.-16.9.2007

Nachdem wir im Vorjahr das HTT wegen der Teilnahme am Vereinstag nicht besucht hatten, beteiligten sich in diesem Jahr die AABS-Mitglieder Thomas Fischer und Frank Vohla. Zu danken ist dem Vater von Thomas, der die Transporte mit seinem Auto übernahm.

Am Freitag, d. 14.9.trafen wir gegen 18:00 MESZ auf dem Gelände bei Uebigau ein und schlugen unser Zelt bei diesem Schiefspiegler auf. Das Treffen hatte bereits am Donnerstag begonnen und so waren schon viele Zelte und Instrumente aufgebaut.

Es blieb noch Zeit zum Aufbauen des Zeltes und ...

... und Fotografieren der gegenüberliegenden Seite, sowie ...

... zu einem kurzen Besuch beim größten Teleskop, einem 42"-Dobson.

Dann begann 18:30 MESZ ein Workshop zur Justage von Spiegeltelskopen am 12,5"-Ninja-Dobson von Uwe Pilz.

Das Wetter sah in der Dämmerung nicht optimal aus. Einzelne helle Sterne waren später durch kleine Wolkenlücken zu sehen. Zeitweilig war das vollständige W der Cassiopeia sichtbar.

Auch ein Händler hatte den Weg nach Uebigau gefunden und bot Fernrohre und Zubehör feil.

Während der Dämmerung gab es noch ausreichend Licht, um interessante Teleskope zu fotografieren und ...

... und zum Aufbau der eigenen Geräte.

Der H-alpha-Biergarten nahm die Arbeit auf. Bier wird ausgeschenkt und die roten Leuchtstofflampen sind eingeschaltet.

Zum H-alpha-Biergarten gehört auch ein H-alpha-Klo. Bei der Weißlichtvermeidung wurden keine Abstriche gemacht.

Richtig dunkel war es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Unsere Instrumente stehen im Vordergrund, rechts der 75-mm-Pentax-Refraktor und links 8"-Reisedobson von Hofheim Instruments.

Dieses und das folgende Bild von Thomas zeigen das "Rotlichtambiente". Die Wolkenlücken ließen nur kurze Beobachtungen einzelner heller Objekte zu. Allmählich wurden die Wolkenlöcher kleiner.

Nachdem es ganz zugezogen war, fand der Biergarten guten Anklang.

Das Angebot an Essen und Trinken war OK. Die Preise waren fair. Irgendwann fing es an, zu regnen. Die Nacht schien ins Wasser zu fallen. Doch nach 3:00 MESZ wurde Alarm ausgelöst. Es klarte auf. Unsere Instrumente hatten draußen den Regen überstanden und wurden sofort benutzt.

Am nächsten Tag war nach dem Frühstück wieder Instrumentegucken dran. Hier ein Yukon-Spektiv 6-25 x 25 / 25-100 x 100.

Beim zum Horizont geschwenkten 107-cm-Dobson war nun die Unterseite mit Lüftern zu sehen. Der Wind wehte kräftig und schwenkte das Instrument hin und her.

Den Hofheim-Dobson hatte der Wind umgeworfen. Mit geöffneter Hülle bot er dem Wind weniger Angriffsfl├Ąche und blieb stehen.

Interessant ist die Idee, alte Fotoobjektive als Sucher zu verwenden.

Auch am Tag gab es Gelegenheit zum Beobachten, z.B. die Sonne im H-alpha-Licht und

die Venus, hier mit einer an das Okular gehaltenen Digitalkamera fotografiert.

Im Coronado waren Protuberanzen schön zu sehen.

Die Mietz zur Mittagspause.

Nachmittags ging das Veranstaltungsprogramm weiter mit einem Bildbearbeitungsworkshop von Martin Fiedler, Radebeul.

Der Hofheim-Dobson ist gegenlichtempfindlich. Eine Gegenlichtblende aus Samtpapier beseitigte das Problem.

An diesem Instrument wurden bis kurz vor Sonnenuntergang Protuberanzen beobachtet.

Die Stadt Uebigau kooperierte vorbildlich. In der Nacht wurde die Stra├čenbeleuchtung nicht eingeschaltet. 17 Uhr besuchten der Bürgermeister und ein Mitglied des Stadtrats das Camp.

Das Treffen bot viel Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zum Testen. Es wird so manche Kaufentscheidung beeinflusst haben.

Anscheinend bekommen manche Teleskope Junge. Der Sucher ähnelt sehr dem Hauptinstrument.

Hier ist das "Junge" groß zu sehen.

Spiegelsucher waren auch an den größeren nicht selten zu sehen.

Die Abenddämmerung sah am Sonnabend vielversprechender aus, als am Vortag. Im Hintergrund ist die Leiter zum 42"-Dobson zu sehen.

Das Einstellen von Objekten in Zenitnähe ist mit gewöhnlichen Dobsons schwierig. Mit einem solchen Kugeldobsen gibt es keine Probleme. Diese Konstruktion ähnelt dem roten Kugeldobson Astroscan 2001.

Es blieb noch Zeit bis zum Beobachtungsbeginn und man nutzte sie weiter zum Begutachten der Instrumente. Im Vergleich mit den Menschen sieht man erst, wie groß der 42"-Dobson ist.

Ein Gerät mit viel Elektronik.

Abends gab es noch drei Diavorträge.

Dann genossen wir einen wunderbaren Sternhimmel. Thomas machte einige Fotos, wie dieses, auf dem die Milchstraße und einige Dunkelwolken zu sehen sind und die folgenden.

Uranus und der Gegenschein waren mit bloßem Auge zu sehen. Uwe Pilz betätigte sich als "Skyguide" und zeigte mit einem grünen Laserpointer interessante Objekte. Zeitweilig zogen dünne Wolkenbänke durch, es klarte jedoch immer wieder schnell auf. Erst gegen 2:00 MESZ verschleierte sich der Himmel dauerhaft.

Bilder-Übersicht